Sicherheit

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Hängebrücke über den Fluss Mat, Nordalbanien

Die Sicherheit in Albanien ist besser als der Ruf. Das Land ist nicht gefährlicher oder ungefährlicher als andere Reiseziele in Europa. Wer die übliche Vorsicht walten lässt – was in allen südlichen Reiseländern angebracht ist –, müsste eine problemfreie Reise haben.* Die grössten Gefahrenquellen sind weiter unten aufgeführt.

Die Albaner sind sehr gastfreundlich, aber viele leben in grosser Armut. Wie überall sollte man deshalb auf seine Wertsachen aufpassen und nicht mit der grossen Fotokamera auf dem Bauch durch die Gegend stolzieren – keine Gelegenheit, keine Diebe. Erfahrungsgemäss ist es sicherer, Wertsachen auf sich zu tragen, als sie im Hotel zu lassen.

Zu beachten ist, dass die Staatsmacht in den abgelegenen, ländlichen Region sowie im Marihuana-Dorf Lazarat südlich von Gjirokastra noch immer nur schwach vertreten ist. Aber abgesehen vom letztgenannten Dorf können alle Gegenden im Land problemlos besucht werden, und auch nachts muss man sich in albanischen Städten nicht vor Gewalt fürchten.

Im Juli 2015 sind in den Albanischen Alpen zwei Tschechen in ihrem Auto überfallen und ermordet worden (vgl. Nachricht vom 4. Juli). Dies ist die einzige Gewalttat an Touristen seit über zehn Jahren und bleibt hoffentlich ein tragischer Einzelfall. Das Entsetzen über diese Tat war im ganzen Land sehr gross. Bis auf Weiteres muss deswegen nicht wegen vermehrter Kriminalität gewarnt werden. Touristen sollten aber in Zukunft eher darauf verzichten, junge Fremde im eigenen Auto mitzunehmen.

 

An der Grenze zu Kosova können immer noch Minen verborgen sein. Hier sind nur die offiziellen Übergänge zu verwenden.

Offizielle Informationen

Die meisten Staaten offerieren im Internet Reisehinweise mit aktuellen Informationen. Wir haben Ihnen eine Übersicht staatlicher Reisehinweise zusammengestellt:

 

5 Gefahrenquellen

Kalb auf Autobahn – Überraschungen sind immer möglich

Wohl die grösste Gefahr in Albanien: 
Überraschungen im Strassenverkehr wie diese Kuh auf der Autobahn

Natürlich muss man auch in Albanien aufpassen. Ergänzend zu den oben erwähnten allgemeinen Ratschlägen und Hinweisen auf weniger sichere Gegenden listen wir hier noch ein paar alltägliche Gefahrenquellen auf, die nicht ausser acht gelassen werden sollten:

  1. Unerwartete grosse Löcher
    Die Strassen in Albanien sind uneben. Wer nicht achtet, wohin er geht, kann schnell einmal ins Stolpern kommen. Noch gefährlicher sind Fallgruben wegen fehlender Gulli-Deckel oder ungeschützten Baustellen mitten im Gehsteig. Ein Sturz in ein solches Loch kann schlimme Folgen haben. Deshalb immer nur gehen, wenn man auch auf den Weg schaut.
    Gleiches gilt für Autofahrer: Die Unebenheiten im Strassenbelag können auch mal in grössere Löcher ausarten. Auch auf frisch asphaltierten Strecken können immer wieder unerwartet grosse Löcher auftauchen. Deshalb die Geschwindigkeit immer dem Strassenbelag und der Sicht anpassen.
  2. Grosszügige Verkehrsregelauslegungen
    Die Sitten im Strassenverkehr haben sich in den letzten Jahren zwar stark gebessert, Verlass auf rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer gibt es aber nicht. Man muss immer damit rechnen, dass einzelne Autos oder Fahrräder auch mal auf der falschen Strassenseite oder gegen Einbahnstrassen unterwegs sind. Vortritt hat meist der Stärkere und auch Rotlichter werden gerne ignoriert. Deshalb als Autofahrer immer höchste Vorsicht walten lassen und als Fussgänger nie vergessen: Luege, lose, laufe!**
  3. Verwechslungen jeglicher Art
    Albaner bewegen den Kopf auf und ab, wenn sie nein meinen, und wiegen den Kopf seitwärts, wenn sie etwas bejahen.
    Auch die Eigenart, meist den zehnfachen Geldbetrag zu nennen als wirklich gemeint ist, kann schnell einmal zu Verwirrungen führen.
  4. Durch Dick- und Dünndarm
    Die Wasserversorgung ist alt und lückenhaft. Deshalb sollte man bei Trinkwasser, Obst und Salaten wie überall in Süd- und Osteuropa Vorsicht walten lassen.
    Die andere Küche (Ungewohntes und viel Öl) strapaziert ebenfalls manchen Magen.
    Man kann problemlos auf das sehr gute und günstige albanische Mineralwasser ausweichen. Wer empfindlich ist, sollte auch auf Eis verzichten und mit abgefülltem Wasser Zähne putzen.
    Siehe auch den Artikel Gesundheit.
  5. Hunde und andere Viecher
    Wer in ländlichen Gebieten unterwegs ist, muss damit rechnen, ab und zu auf unfreundliche Hof- und Schäferhunde zu treffen.
    Auch Mücken können an manchen Orten zu gewissen (Nacht-)Zeiten zur Plage werden. Ein guter Spray vermag hier Abhilfe zu leisten.
    Es gibt in Albanien zwar auch andere teils unfreundliche Tiere wie Schlangen, Bären und Wölfe. Die Chancen auf ein Zusammentreffen mit den grossen Vierbeinern sind hier sogar in den entlegendsten Wäldern äusserst gering.
  6. Ohne Hals und Beinbruch
    Die medizinische Versorgung in Albanien ist sehr einfach. Es gibt auch keine Bergrettung und kaum Ambulanzen. Bitte vermeiden Sie deshalb unfallträchtige Situationen. Seien Sie sich bewusst, dass Hilfe im Notfall weit weg sein kann – im Extremfall jenseits der Adria oder zu Hause. Achten Sie deshalb auch darauf, dass Sie eine ausreichende Krankentransportversicherung abgeschlossen haben.

Disclaimer

Wir bemühen uns um aktuelle und korrekte Angaben. Das Angebot dient aber lediglich der allgemeinen Information und beabsichtigt nicht, inhatlich umfassend oder täglich aktuell zu sein. Auf diese Angaben gestützte Dispositionen erfolgen auf eigenen Verantwortung. Jede Haftung aufgrund falscher Angaben wird ausgeschlossen.

Wer unseren positiven Äusserungen über die Sicherheit in Albanien nicht glauben möchte, glaubt vielleicht einem bayrischen Landtagabgeordneten: Franz Maget hat Albanien offensichtlich genossen. Die UNO spricht sogar von »Niedrigverbrechenregion Balkan«: Greater stability in the Balkans is lowering crime, reports UNODC.


* Natürlich ist auch Albanien nicht frei von Verbrechen – die grössten Probleme sind die Bereiche Korruption und Organisiertes Verbrechen, womit Reisende in der Regel aber nicht konfrontiert sind.
** Schweizerdeutscher Kinderreim für richtiges Verhalten im Verkehr: Schauen (ob kein Auto kommt), hören (ob kein Auto kommt), (schnell) laufen.

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