Korça

Fussgängerzone Korças mit Kathedrale

Fussgängerzone Korças mit Kathedrale

Korça war einst die grösste Stadt des Landes, heute hat sie etwas an Bedeutung verloren. Mit ihren Altstadtgassen, den breiten Boulevards, einem reichen historischen Erbe und einer interessanten Umgebung ist die »Kleines Paris« genannte Stadt ein spannender Aufenthaltsort, der einen Abstecher in diese Ecke des Landes mehr als rechtfertigt.

Lage

Heldenfriedhof, Korça

Aussicht vom Heldenfriedhof über Ebene und Stadt

Korça ist mit rund 50.000 Einwohnern das Zentrum Südostalbaniens und eignet sich als solches auch gut als Ausgangspunkt für Erkundigungen in der Umgebung. Die Stadt liegt auf rund 800 Metern Höhe. Hinter ihr erhebt sich das Morava-Gebirge, vor dem sich eine fruchtbare Ebene mit viel Obstanbau erstreckt. Rundherum liegen hohe Gebirgszüge.

Die Anfahrt aus Albaniens Hauptstadt Tirana oder aus dem Süden des Landes zieht sich. Die griechische Grenze bei Kapshtica ist schnell erreicht und auch Mazedonien ist nicht wirklich weit entfernt.

Stadtbesichtigung

Rundgang

Gasse in der Altstadt

Ein guter Ausgangspunkt ist die Touristeninformation am Theaterplatz, gut am modernen Aussichtsturm gleich daneben zu erkennen. Bei der Auskunft sollte auch ein  Stadtplan erhältlich sein und es wird bei der Organisation von Besichtigungen geholfen. Hier ist auch der Start eines ausgeschilderten Stadtrundgangs mit 29 Stationen, von denen jede mit einer Informationstafel mit weiteren Angaben zum Objekt versehen ist – eine für Albanien vorbildliche Dienstleistung für Touristen.

>> Stadplan mit Besichtigungstour (PDF)

Die Besichtigung von Korça kann mit Besuch des einen oder anderen Museums schnell einen Tag dauern. Eine etwas gekürzte Version eines Stadtrundgangs beginnt ebenfalls am zentralen Theaterplatz.

Stadtplan mit Rundgang für Touristen an einem Aushangsschild in Korça

Informationstaflen und Stadtplan für Touristen

Am Theaterplatz lohnt es sich, für einen kleinen Obulus den Turm zu besteigen und sich von oben einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Der alte Basar westlich des Theaterplatzes hat seit der Renovierung viel vom orientalischen Flair verloren: Das Markttreiben musste Cafés und Läden weichen. Dafür kommen die alten Häuser jetzt wieder schön zur Geltung. Durch die engen Ladenstrassen geht es weiter zur Mirahor-Moschee und dem Uhrturm. Zurück am Theaterplatz wendet man sich der Fussgängerzone zu, dem »Bulvardi Shën Gjergji«, dem man bis zur Kathedrale folgt. In der Altstadt hinter der Kathedrale sind nicht nur Museen versteckt, sondern auch viele weitere schmucke alte Häuser und nette Winkel. Dann geht es den Berg hoch zum Heldenfriedhof, von wo aus man ein schönes Panorama über die Stadt und in die Berge geniessen kann.

Wenn man sich im Abstieg nach Süden hält, erreicht man den Boulevard in der Nähe des Museums für mittelalterliche Kunst, dessen Besuch man jedenfalls einplanen sollte.

In Korça gilt es auch, in das gemütliche Leben der Provinzstadt einzutauchen: in den Cafés am Boulevard und im Basar, in der Fussgängerzone, in den Parks im Norden der Stadt oder im Biergarten respektive in einem Weinkeller, wenn es draussen wieder kalt wird.

Sehenswürdigkeiten

  • Cafés im Basar

    Basar – Der alte Basar ist bietet nicht mehr orientalisches Markttreiben, die Stände mit Kleidern, Schuhen, Haushaltsgegenständen und Spielsachen sind verschwunden, seitdem die ganze Anlage restauriert wurde. In die hübschen historischen Häuschen – etliche waren bereits eingestürzt – sind jetzt Läden und Cafés eingezogen, aber hier und dort hat es auch noch einen Handwerker. Die Gassen und Plätze des Basars werden von zweistöckigen Häusern gesäumt – die Korçaren treffen sich hier für einen Kaffee oder ein Bier oder shoppen in den Geschäften. Wie das ungewohnte Markttreiben ist auch der alte Mief verschwunden und ein hübsches Quartier entstanden.
    Zum Basar gehörten früher mehrere Gasthöfe, von denen heute noch einer besichtigt werden kann. Der »Han i Elbasanit« wird durch einen Toreingang nahe des Boulevards im nördlichen Teil des Basars betreten – man erreicht einen Innenhof. Rund um den Hof mit Brunnen befanden sich die Ställe und Lagerräume – darüber hinter einer hölzernen Galerie die Schlafräume. Aktuell wird erneut versucht, den Elbasan-Han wieder als Hotel zu nutzen. Am grossen Platz des Basasr betritt man durch einen breiten Eingang eine andere Welt: Hier ist aus dem »Han i Manastirit« eine Art kleines Einkaufszentrum entstanden mit vielen kleinen Läden – die moderne Version des Basars eben.

  • Mirahor-Moschee & Uhrturm – Südlich angrenzend an den Basar liegt die Mirahor-Moschee. Der Bau stammt aus dem Jahr 1495 und erinnert an die Gründung von Korça. Es ist die älteste erhalten Einkuppelmoschee im Land. In den letzten Jahren renoviert worden, hat sie viel von ihrem ursprünglichen Charakter verloren und sieht jetzt etwas allzu frisch herausgeputzt aus. Immerhin verfügt sie wieder über ein Minarett und die einzigartige Mauerstruktur ist wieder gut erkennbar. Im Inneren finden sich in der Kuppel noch einige alte Malereien.
    Gleich neban steht der 2016 neu aufgebaute, 14 Meter hohe »Uhrturm«. Als Vorbild diente ein historischer Turm an dieser Stelle aus dem 18. Jahrhundert, der 1961 wie auch das Minarett der Moschee bei einem Erdbeben zerstört wurde.
  • Rumänisches Haus, Korça

    Rumänisches Haus

    Bulvardi Shën Gjergji – Der »Boulevard Heiliger Georg« verbindet als gemütliche Fussgängerzone den Theaterplatz mit der Kathedrale. Die breite Strasse mit Bäumen verleitet zum Schlendern, bietet aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten. Auffallend ist das gelbe »Rumänische Haus« aus den 1930er Jahren mit Türmchen. Gegenüber liegt auf der anderen Strassenseite das ehemalige Einkaufszentrum »Mapo« aus kommunistischer Zeit. Zur Linken wird es flankiert vom Kulturhaus der Stadt, zur Rechten befindet sich das Bildungsmuseum. Ein paar Cafés laden zum Verweilen, und dann ist da natürlich noch der neue Aussichtsturm am Theaterplatz.

  • Kathedrale – Die grosse Kirche ein paar Schritte weiter ist die orthodoxe Kathedrale von Korça. Es handelt sich um einen Neubau. Die alte Kathedrale wurde von den Kommunisten zerstört und hatte einen ganz anderen Stil: Sie erinnerte mehr an eine romanische Dorfkirche in Frankreich.
  • Altstadthaus

    Altstadthaus

    Altstadt – Abseits der Hauptstrassen stolpert man in Korça schon bald einmal über altes Kopfsteinpflaster. Die Altstadt dehnt sich weit aus. Entlang der Gassen finden sich an den alten Häusern viele schmucke Elemente: hier ein schmucker Balkon, reich verzierte Fassaden oder auch ein  hübsches Tor, das Einblick in einen grünen Garten gewährt. Beim Spaziergang gilt es, Augen offen zu halten für Details. Viele Wohnhäuser haben einen grossen Stein vor dem Eingang: eine kleine Sitzgelegenheit. Leider sind viele Gebäude in einem schlechten Zustand oder sogar am Verfallen. Im Bereich hinter der Kathedrale finden sich das »Archäologische Museum« und das »Vangush-Mio-Haus« sowie einige Kirchengebäude, und etwas weiter nördlich liegt das »Französische Gymnasium«, wo einst Enver Hoxha unterrichtet hatte.

Museen

  • Museum für mittelalterliche Kunst

    Museum für Mittelalterliche Kunst (»Muzeu Kombetar i Artit Mesjetar«) – In diesem Museum wird der von der christlichen Kultur hervorgebrachte Reichtum des Landes ausgestellt. Nicht einmal die Kommunisten haben sich getraut, diese Werke zu zerstören. Aus ganz Albanien wurden hier Ikonen und andere religiöse Artefakte zusammengetragen. Auch wer sich nicht zu den Spezialisten für Ikonen und religiöser Gemälde zählt, sollte sich dieses Museum nicht entgehen lassen. Neben bestens restaurierten Ikonen beeindruckt schon allein die Ausstellungspräsentation und das Gebäude. Zu den Highlights gehören Werke des für sein leichtendes Rot bekannten Ikonenmalers Onufri (16. Jahrhundert) und eine komplette Ikonostase aus Rahova.
    Früher war das Museum in einem ehemaligen Kirchenbau in der Altstadt untergebracht, den sich in den letzten Jahren beide Institutionen teilten. Seit dem Herbst 2016 hat das Museum ein neues Gebäude – etwas ausserhalb vom Zentrum zwischen Bratko-Museum und Bierbrauerei am Hauptboulevard.
    Am einfachsten ist das Museum zu finden, wenn man von der Kathedrale der Hauptstrasse nach Südwesten folgt und dann gleich links in den Boulevard Fan Noli abbiegt. Am Bratko-Museum vorbei einfach dem Strassenzug rund 700 Meter weit den Hügel hoch zur Brauerei folgen. Öffnungszeiten: 9–19.30 Uhr.

  • Bratko-Museum – Dieses Museum zeigt orientalische Kunst. Es handelt sich um die Sammlung des in Korça geborenen Amerikaners Dhimitër Mborja, der als  US-Militärfotograf auf Reisen durch die Welt verschiedenste Kunstgegenstände zusammengetragen hat. Das Sammelsurium hatte er seiner Heimatstadt vererbt, wo nach seinem Tod ein futuristisches Museumsgebäude errichtet worden ist.  Die belustigende Sammung will nicht so recht in die albanische Provinz passen. Sie ist jedenfalls Zeugnis der schon lange in der Stadt verwurzelten Emigration und dem Erfolg vieler Albaner im Ausland.
    Das Museum ist wegen seiner speziellen Architektur von Weitem zu erkennen. Es ist leicht zu finden, wenn man dem Fan-Noli-Boulevard über sein Ende hinaus nach Osten folgt.
  • Vangush-Mio-Haus – Diese Ausstellung ist kein reguläres Museum, sondern die private Sammlung von Gemälden der Familie des bedeutenden albanischen Malers in einem hübschen Bürgerhaus. Es gibt auch keine Öffnungszeiten. Wer Glück hat, findet jemanden vor, der einem öffnet. Oder man bittet die Touristeninformation, Einlass zu organisieren. In der Nähe des Museums für mittelalterliche Kunst quer über den Platz.
  • Archäologisches Museum – Dieses Haus beherbergt verschiedene archäologische Funde aus Südostalbanien. Gezeigt werden insbesondere Fundstücke aus der Region von Maliq, einer prähistorischen Pfahlbauersiedlung. Das Museum ist wohl eher etwas für Spezialisten; es befindet sich gleich hinter der Kathedrale, die man auf der rechten Seite passiert.
  • Bildungsmuseum – Das »Museum für albanische Bildung« ist in demjenigen Gebäude untergebracht, wo erstmals auf Albanisch Schulunterricht erteilt wurde. Die Ausstellung über die albanische Sprache und die Schule Mësonjëtorja spricht vor allem Personen an, die Albanisch sprechen oder sich für die albansiche Unabhängigkeitsbewegung interessieren. Das Museumgebäude liegt am Bulvardi Shën Gjergji unweit der Kathedrale und ist gut an der Buchstabenskulptur im Garten zu erkennen.
  • Tumulus von Kamenica – Diese prähistorische Grabstätte liegt beim Dorf Kamenica, etwa zehn Kilometer südwestlich von Korça. Eine kleine, modern gestaltete Ausstellung beleuchtet ausführlich den wichtigsten Tumulus (Grabhügel) der Region. Erreichbar über die Strasse von Korça nach Erseka – Abzweigung nach links bei Kamenica ausgeschildert. Von dort nach 100 Metern wieder links und der Strasse bis zu ihrem Ende folgen.

Aussicht

  • Der neue Turm

    Der neue Turm

    »Red«-Turm – 2014 eröffneter, moderner Turm am Theaterplatz, der eine Rundumaussicht über die Innenstadt bietet. Aufstieg zu Fuss oder mit Lift gegen kleines Entgelt. Oben befindet sich eine kleine Bar.

  • Heldenfriedhof – Der Heldenfriedhof liegt über der Stadt. Von hier aus hat man eine gute Aussicht auf Korça, die Ebene und die herumliegenden Berge. Die parkähnlichen Grünflächen am Stadtrand mit dem Heldenfriedhof eignen sich auch gut für gemütliche Spaziergänge. Der Ort ist einfach zu Fuss zu erreichen. Von der Kathedrale den Boulevard etwas nach Norden, dann eine der Querstrassen hoch direkt zum Friedhof.
  • Ausflugsrestaurant am Berg – Noch viel weiter oben am Berg thront ein Ausflugsrestaurant. Ein kurzer Spaziergang führt zur Kapelle mit der wohl schönsten Aussicht und dem von Weitem sichtbaren Kreuz – 500 Meter über Korça. Ein asphaltiertes Strässchen führt den Berg hoch (kurz vor der Brauerei am Ende des Fan-Noli-Boulevards links).

 

Umgebung

Voskopoja & Vithkuq

Zwei Dörfer mit reichem kulturellem Erbe

>> Beschreibung

Morava-Gebirge

Wilde Bergwelt südlich von Korça: Nationalpark und Bergdorf Dardha

>> Beschreibung

Prespa-Seen

Zwei Seen und ein Nationalpark mit vielen Vögeln und verstekten Kapellen

>> Beschreibung

Pogradec und Ohridsee

Provinzstadt mit Badestrand und spannender Umgebung

>> Beschreibung

Ausflüge nach Westen

Voskopoja liegt 20 Kilometer westlich von Korça in den Bergen. Früher war es die grösste und bedeutendste Stadt weit und breit, heute ist es nur noch ein abgeschiedenes Dorf. Aus der alten Blütezeit sind noch diverse orthodoxe Kirchen rund ums Dorf verstreut. Die Besichtigung des Orts zwischen Bergwäldern legen wir jedem Besucher Südostalbaniens ans Herzen, sei es als kurzer Ausflug von Korça oder als Aufenthalt mit Übernachtung – siehe Artikel Voskopoja.

Ausflüge nach Süden

  • Mborja – Vor den Toren Korças im Dorf Mborja findet sich eine kleine Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit interessanten Wandmalereien. Ein kleiner Abstecher oder längerer Spaziergang. Siehe Artikel Morava-Gebirge.
  • Morava-Gebirge – Die wilde Bergwelt südlich von Korça eignet sich gut für Ausflüge ins Grüne. Es gibt diverse Restaurants, und bei Drenova liegt ein Nationalpark. Hübsch dank seiner einzigartigen Architektur ist das Dorf Dardha, wo auch Albaniens einziger Skilift steht. Siehe Artikel Morava-Gebirge.
  • Tumulus von Kamenica – Der letzte erhaltene Tumulus von Südostalbanien wurde vor ein paar Jahren archäologisch untersucht und in ein kleines, vorbildliches Ausstellungsgelände verwandelt. Details siehe oben unter »Museen«.
  • Vithkuq – Ein weiteres Dorf in den Bergen südöstlich von Korça, das früher viel grösser und bedeutender war. Auch hier gibt es eindrückliche Kirchenbauten zu sehen. Siehe Artikel Vithkuq.
  • Erseka: Hauptplatz mit Bashkia und Museum

    Kolonja – Die Region um Erseke ist eine sehr abgeschiedene Gegend. Auf einer Hochebene sind mehrere Dörfer verstreut, hier und da ein Kirchlein. Das Städtchen Erseka bietet wenig anschauliches abgesehen von einem neu gestalteten, hübschen Zentralplatz – eine kleine Fussgängerzone – und einem kleinen Museum, das wohl meist nicht zugänglich ist. In der Eingangshalle der Bashkia, des Rathauses, sind alte Fotos des lokalen Fotografen Dhimitër Vangjeli zu sehen.
    Fünf Kilometer hinter Erseka durchquert die Überlandstrasse das Dorf Borova. Auf einem Hügel gleich neben der Strasse erinnert eine bescheidene, aber ergreifende Gedenkstätte an ein Massaker im Zweiten Weltkrieg. Soldaten der Wehrmacht haben hier als Racheaktion für einen Partisanenüberfall ein halbes Dorf ermordet. Über 100 Zivilisten mussten sterben: Frauen, Greise, Säuglinge.
    Der Berg Gramoz (2520 m) auf der Grenze zu Griechenland ist der höchste Südalbaniens. Eine Besteigung ist technisch einfach, aber benötigt viel Kondition. Einfachere, markierte Wanderungen gibt es zum Beispiel in Rehova, einem Dorf zwei Kilometer östlich von Erseka mit hübschen alten Häusern.

Ausflüge nach Osten

Die Prespa-Seen liegen in einer hübschen Berglandschaft, die heute als Nationalpark geschützt ist. Im bedeutenden Vogelschutzgebiet finden sich, oft nur per Boot erreichbar, diverse kleine Kirchen und Kapellen. Weitere Informationen im Artikel Prespa-Seen.

Ausflüge nach Norden

Eine Stunde nördlich von Korça liegen Pogradec und der Ohridsee, eine spannende Region mit diversen Sehenswürdigkeiten, auch am anderen Ufer in Mazedonien. Weitere Informationen im Artikel Pogradec.

 

Verkehr

Anreise

  • Auto – Aus Mittelalbanien zieht sich die Strecke – auch wenn die Strasse durchgehend erneuert und problemlos befahrbar ist. Die übliche Route führt von Elbasan über Librazhd und Pogradec. Die Strecke über Gramsh führt zwar auch durch interessante Landschaft, ist aber nicht durchgehend asphaltiert, wenn auch durchgehend in langsamen Tempo gut befahrbar.
    Bis zur griechischen Grenze (Grenzübergang Kapshtiça) sind es nicht ganz 30 Kilometer über sehr gute Strasse. Von Mazedonien ist Korça über Pogradec oder am Prespasee entlang zu erreichen. Die Fahrt von Westen (Tepelena, Përmet) durch die südalbanischen Berge ist sehr schön, aber auch sehr lange und anstrengend auf schmalen und kurvenreichen Strassen.
  • Busse – Busse und Sammeltaxis verkehren regelmässig von und nach Elbasan, Tirana und Durrës (Abfahrtsort in Tirana ist beim Qemal-Stafa-Stadion). Es bestehen auch Verbindungen nach Griechenland. Schneller geht es in diesem Teil Albaniens mit Sammeltaxis.
  • Flugzeug – Tirana mit seinem Flughafen ist weit weg. Als Alternative kommt deshalb auch Thessaloniki in Nordgriechenland in Frage.

Weiterreise

  • Auto – siehe Anreise
  • Busse & Sammeltaxis – Furgons fahren in die Dörfer der Umgebung wie Voskopoja und auch regelmässig in die Nachbarstädte wie Bilisht, Erseka und Pogradec. Viele Busse fahren beim Basar ab, zum Teil liegt der Abfahrtsort aber auch an einer Ausfallstrasse – so zum Beispiel nach Voskopoja und nach Tirana (am besten bei Einheimischen fragen). Eine tägliche Verbindung besteht auch via Përmet und Gjirokastra nach Saranda. Dies ist aber eine lange und anstrengende Fahrt.

 

Essen & Trinken & Schlafen

Hübsches Hotelzimmer ni einem traditionellen Haus in Korça

Hotelzimmer in der »Bujtina Leon«

Korça ist im ganzen Land berühmt für seine Küche – und für das Bier. In der Stadt gibt es zahlreiche Restaurants. Viele finden sich entlang des Boulevards Republika, einige aber auch in der Altstadt, im Park im Norden der Stadt oder auch in der Nähe der Brauerei. Dort findet sich zum Beispiel ein beliebter Biergarten. Etwas weiter stadteinwärts liegt die  »Vila Cofiel«, ein hübsches Restaurant mit landestypischer Küche. Die Korçaren fahren auch gern in die umliegenden Dörfer – besonders beliebt sind die Ausflugsrestaurant in Boboshtica.

Im obersten Stockwerk des Hochhauses südlich der Kathedrale befindet sich das »Sky Café«, das ein nettes Panorama bietet. Rund um die Kirche finden sich noch weitere Cafés. Abends ist meist nicht allzu viel los – ein paar Bars. Am Wochenende füllen sich die Bars und Discos rasch; sommers zieht es die Leute oft in die Biergärten und Cafés in den Pärken.

Auch Unterkunftsmöglichkeiten gibt es zahlreiche. Kleine Gasthäuser in alten Häusern, sogenannte »Bujtine«, haben oft besonderen Charme – Reservierung wird dringend empfohlen. Sehr schön mit einem kleinen Garten und hübschen Zimmern in einem alten Haus ist die »Bujtina Leon«, auch zentral gleich hinter der Kathedrale gelegen. Rund um den Theaterplatz gibt es noch mehrere weitere Stadthotels.

 

Einkaufen

Quartierladen in der Altstadt

Quartierladen in der Altstadt

Als regionales Zentrum findet sich in Korça fast alles – aber allzu gross ist das Einkaufsangebot der Kleinstadt nicht. Viele Läden finden sich am Boulevard Republika. Auch der Basar bietet diverse Einkaufsmöglichkeiten: Neben Souvenirs und Alltagsgegenständen gibt es in der Einkaufspassage auch Boutiquen. Kleine Lebensmittelläden gibt es in allen Quartieren.

Freizeit & Kultur

Korça nachts

Korça nachts: alte Villa an einem Boulevard

In Korça werden immer wieder Anlässe und Feste veranstaltet. Im Kulturzentrum finden immer wieder Ausstellungen statt und Ende Sommer wird das »Bierfest« gefeiert, bei dem die ganze Stadt auf den Beinen ist – nebst Bier gibt es auch Musik und viel zu essen.

Soziale Anlässe sind die Fussballspiele des sehr erfolgreichen »FC Skënderbeu«. Frauen erhalten kostenlos Eintritt zu den Spielen. Internationale Spiele finden oft in Elbasan statt.

Im Winter wurde auf dem Theaterplatz schon ein kleines Eisfeld zum Schlittschuhlaufen angelegt. Ob das auch in kommenden Wintern aufgebaut wird, ist offen.

 

Wetter

Aufgrund der hohen Lage in den Bergen ist das Wetter kontinentaler geprägt als in vielen anderen Bereichen Albaniens. Im Winter kann über längere Zeit Schnee liegen. Die Häuser haben zwar meist Heizung, aber trotzdem dürfte es in vielen Räumen im Winterhalbjahr kalt sein. Im Sommer hingegen kann es angenehm warm bis heiss werden.

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8 thoughts on “Korça

  1. Pingback: Elbasan | AlbINFO
  2. Die Renovierungsarbeiten neben dem dem Basar sind nun mehrheitlich abgeschlossen. Ein Platz mit vielen schön gestalteten Baren und Restaurants lädt v.a. abends ein, hier gemütliche Stunden zu verbringen.

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