Geld & Bezahlen

Währung: Lek

Die Landeswährung heisst Lek. Für 1 € erhält man zwischen 140 und 150 Lek.

Albanische Lek können bei Banken im Ausland nicht gekauft oder umgetauscht werden.

Bezahlen

Schlange vor einem Bankschalter in Shkodra

Schlange vor einem Bankschalter in Shkodra

Das Bankensystem in Albanien ist noch jung. Bankomaten wurden erst vor wenigen Jahren eingeführt und auch Überweisungen sind ein junges Phänomen. Meist wird überall noch bar bezahlt.

Hotels müssen zum Teil mit Fremdwährungen bezahlt werden (Euro werden dabei immer akzeptiert, andere Währungen kaum). Ansonsten wird aber durchwegs die Landeswährung verwendet.

Bei Dienstelistungen und wenn keine Preise angegeben sind, ist Feilschen um den Preis durchaus üblich.

Alte und neue Lek

Für Verwirrung sorgen kann, dass die Albaner zwischen alten Lek und neuen Lek unterscheiden. Die neuen Lek entsprechen den tatsächlich zu bezahlenden Geldbeträgen. Die alten Lek betragen jeweils den zehnfachen Betrag und werden im mündlichen Umgang meistens verwendet. Nur selten erwähnen Albaner alte Lek, wenn sie Fremdsprachen sprechen oder die Preise aufschreiben.

Im Alltag wird also meist nur ein Zehntel des geforderten Betrages bezahlt (ein Kellner sagt zum Beispiel, der Kaffe koste 500 (alte) Lek, wobei der zu bezahlende Betrag nur 50 (neue/richtige) Lek beträgt).

Wer dadurch verunsichert wird, sollte besser explizit nachfragen, ob alte oder neue Lek gemeint sind. »Të reja?« ist die Frage, ob es um neue Lek geht.

Scheine und Münzen

Währung: Albanischer Lek, verschiedene Banknoten

Albanischer Lek, verschiedene Banknoten

Es gibt Geldscheine zu 5000, 2000, 1000, 500 und 200 Lek. Es sind verschiedene Serien mit verschiedenen Grössen, Farben und Motiven im Umlauf.

Die albanischen Münzen haben Nennwerte von 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Lek. Münzen im Wert von 1 und 5 Lek finden kaum mehr Verwendung. Die Untereinheit Qindarka gibt es nicht mehr.

Anfangs 2009 wurde die 100-Lek-Scheine komplett durch Münzen ersetzt und aus dem Verkehr genommen.

>> Vollständige Übersicht

Geldautomaten

Zwischenzeitlich gehören auch Geldautomaten zum Stadtbild grösserer albanischer Städte. Aber nicht jede Bank akzeptiert jede Karte. Wie zu Hause muss auch in Albanien beim Geldbezug am Automaten grosse Sorgfalt beachtet werden.

Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Hausbank bezüglich Spesen bei Bargeldbezügen im Ausland.

Maestro (früher EC-Karte)
An den Bankomaten mehrerer Banken (u.a. Raiffeisen und Pro Kredit-Bank kann Geld über Maestro (ehemals EC) bezogen werden. Raiffeisen-Banken sind im ganzen Land vertreten und bieten auch deutschsprachige Benutzerführung. Wir raten trotzdem davon ab (insbesondere ausserhalb der Zentren), sich ausschliesslich auf funktionierende Maestro-Karten zu verlassen. Es findet sich nicht immer gleich ein Bankomat, über den sich Geld beziehen lässt.
Visa
Mit Visa ist es möglich, an den meisten Bankomaten (nebst Raiffeisen-Bank auch die meisten anderen Institute) Geld zu beziehen.

Mit ans Visa-System angeschlossenen Karten mit dem Logo PLUS können ebenfalls Geldbezüge getätigt werden. Dazu zählt unter anderem die Schweizer Postcard.

Kreditkarten

Einige wenige und meist auch teure Hotels, Restaurants und Läden in Tirana, Durrës und Saranda akzeptieren Kreditkarten. Zwischenzeitlich gibt es vielleicht auch schon einige Tankstellen, die Kreditkarten akzeptieren, Auch hier kann man sich nicht ausschliesslich auf dieses Geldmittel verlassen.

Travelercheques

Checques können auf Banken eingelöst werden. Es ist aber mit einem umständlichen Prozedere und zusätzlichen Kosten zu rechnen.

Bargeld

Als letzte Zahlugnsmöglichkeit bleibt somit Bargeld übrig. Es empfiehlt sich, genügend Geld in Euro mitzunehmen. Andere Währungen wie der Schweizer Franken sind schwieriger umzutauschen (meist auch zu einem viel schlechteren Kurs).

Wechselstuben sind in allen Städten zu finden. Bei grösseren Beträgen lohnt es sich, die Kurse zu vergleichen. Meist sind die Abweichungen aber nicht gross.

Noch nicht überall ist der Geldwechsel in Banken und Wechselstuben institutionalisiert, obwohl die Steuerbehörden in den letzten Jahren vehement gegen informale Geschäfte vorgehen. In kleinen Städten kann man Euro und manchmal auch andere Währungen zum Teil noch auf der Strasse umtauschen. Dieser Geldmarkt ist meist auf dem zentralen Platz des Ortes, vor dem lokalen Hotel oder vor der Bank, zu finden – ansonsten einfach in der Unterkunft fragen.

Wechselkurse

Die aktuellen Kurse sind zum Beispiel unter bankofalbania.org und raiffeisen.al einsehbar.

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