Albanische Riviera

Albanische Riviera: Porto Palermo

Küste des Ionischen Meers bei Porto Palermo

Die Albanische Riviera ist der schönste Küstenabschnitt des Landes. Die Region liegt zwischen Vlora und Saranda – vom Ufer des Ionischen Meers geht es steil hinauf zu den Gipfeln des Ceraunischen Gebirges. Die Riviera, bei den Albanern oft auch nur Bregu („Küste“) genannt, ist vor allem für Badeferien sehr begehrt. Dhërmi und Himara sind die beliebtesten Ferienorte – und in den Sommermonaten meist auch sehr überlaufen. Abgelegene Buchten bieten schöne Plätze zum Baden im glasklaren Wasser. Hoch über dem Meer liegen malerische Dörfer.

Lage

Albanische Riviera vom Llogara-Pass

Albanische Riviera vom Llogara-Pass

Die Albanische Riviera ist ein schmaler, steiler Küstenstreifen im Süden des Landes. Hier brandet nicht die Adria, sondern das Ionische Meer ans Ufer. Meist hoch über den Stränden liegen verstreut ein paar kleine Dörfer. Nur der Hauptort Himara etwas im Zentrum des Küstenabschnitts und die Dörfer Borsh und Qeparo, die sich südlich anschliessen, liegen am Wasser.Die Region ist abgeschieden – vom Rest des Landes durch hohe Gebirszüge getrennt, die über 2000 Meter hoch werden. Von Norden her ist die Riviera deshalb auch nur über Pässe zuerreichen. Der über 1000 Meter hohe Llogara-Pass, über den die meisten Besucher anreisen, bietet eine grossartige Aussicht über die ganze Küste; bei schönem Wetter sogar bis zur griechischen Insel Korfu.

Die meisten Strände sind

In einem Teil der Dörfer wohnen Angehörige der griechischen Minderheit, andere sind von Albanern bewohnt. In Himara ist deshalb ein Kalimera meist nicht falsch.

Reisezeit

Qeparo: Strasse

Kreuzender Verkehr und Olivenbäume in der Ebene von Qeparo

Vorab ein Hinweis, der für praktisch alle Küstenregionen Albaniens Geltung hat:

Während der Hochsaison von Mitte Juli bis Ende August ist die Riviera ein beliebtes Ziel albanischer Touristen. Vieles ist dann ausgebucht, überlaufen und weniger entspannt als sonst. Ausserhalb der Saison ist es deutlich ruhiger – vielleicht sogar allzu ruhig. Die Dörfer wirken fast ausgestorben, viele Geschäfte und Tourismusbetriebe sind geschlossen.

Am besten eignen sich die Monate Juni und September: Das Meer ist angenehm war, die Sonne nicht ganz so brennend heiss. Man muss aber damit rechnen, dass im Juni noch einiges im Aufbau ist. Natürlich kann man auch schon im Mai und noch im Oktober meist gut im Meer schwimmen – das Wetter ist aber frischer und die Dörfer leerer.

Orte und Sehenswürdigkeiten

Llogara-Pass

Llogara-Pass

Llogara-Pass

Die Strasse von Vlora windet sich ab Orikum erst gemächlich, dann immer steiler zum Llogara-Pass hoch. Die Passhöhe liegt auf 1027 Meter. Wenn die Sicht klar ist, bietet sich von hier aus eine wunderschöne Aussicht auf die Albanische Riviera: tief unten liegt das türkisblaue Meer mit schönen Stränden, links blickt man zu den höchsten Spitzen des Ceraunischen Gebirges mit hohen Felswänden hinauf. In langen Kehren zieht sich die Strasse zur Küste hinunter. Schon Caesar soll hier durchgekommen sein, als er gegen Pompeius in den Krieg zog.

Der Bergwald auf der Nordseite des Passes sind als Nationalpark geschützt. Einzelne der Kiefern und Pinien haben sogar Namen wegen ihrer auffallenden Formen. Der Llogara-Nationalpark ist auch Rückzugsgebiet für kleine und grosse Säugetiere. Im Kontrast zum wilden Wald steht die fast vegetationslose Südseite des Passes.

Die florareiche Bergwelt bietet eine kühle Alternative zur Hitze am Meer. Auf der Passhöhe und auf der Nordseite gibt es ein paar Restaurants, so dass man wirklich keinen Grund hat, hier nicht zu stoppen. Auch ein Hotel ist etwas nördlich vom Pass zu finden.

Rund um die Passhöhe gibt es die Möglichkeit, etwas zu wandern. Ambitionierte Berggänger steigen von hier bis zum Berg Çika (20145 m) oder dem etwas tieferen Nachbar Qora hoch. Die Südseite ist bei Paraglidern sehr beliebt.

Dhërmi

Dhërmi

Dhërmi

Die Dörfer im nördlichen Teil der Küste sind sehr malerisch. Dhërmi, Vuno und der alte Teil von Himara bieten kompakte historische Ortsteile, schon fast etwas an Griechenland erinnernd – leider auch mit vielen zerfallenen Häusern. Dhërmi ist abgesehen vom kleinen Dorf Palasa der erste Ort, den man nach dem Pass erreicht.

In Dhërmi und Region gibt es zahlreiche Kirchen und Kapellen, viele aber verfallen oder nicht zugänglich. Sehenswert ist die Marienkirche über dem Dorf, die wohl 600 Jahre alt ist. Auch zwei weitere Kirchen können besucht werden.

Dhërmi ist aber insbesondere beliebt wegen seiner Strände. Unterhalb des Dorfes sind in den letzten Jahren zahlreiche Hotels entstanden – einige direkt am Strand, andere weiter oben am Hang. Weit unter Dhërmi liegt der Strand des Dorfes. Etwas weiter nördlich schliesst sich der lange Strand von Drymades an. Noch etwas nördlich unterhalb des Llogara-Passes liegt der Strand von Palasa, der nur über eine unasphaltierte Strasse zu erreichen ist.

Dhërmi

Dhërmi mit Llogara-Pass im Hintergrund

Südlich von Dhërmi liegen die Dörfer Ilias und Vuno. In den Hügeln hinter Ilias liegt ein weiteres Kloster. Vuno ist ein weiteres Dorf mit vielen Steinhäusern, verwinkelten Gassen und einigen Kirchen. Getrennt werden Ilias und Vuno durch die Gjipe-Schlucht, die bei trockenem Wetter im unteren Bereich bis zu einem Wasserfall durchwandert werden kann. Sie endet am Strand von Gjipe. Dort gibt es auch Möglichkeiten zu klettern ( Bericht PDF). Der Strand ist über eine asphaltierte Strasse zu erreichen – nicht weit entfernt liegt das alte Theodorus-Kloster, wo der Asphalt endet.

Südlich von Dhërmi bis Himara finden sich einige der schönsten Badebuchten versteckt in der verklüfteten Küste, die auch ein paar Höhlen zu bieten hat. Hierzu zählt einerseit Gjipe. Unterhalb von Vuno liegt der schöne Strand von Jal – nicht mehr einsam, aber doch eine hübsche, abgelegene Bucht in schönster Landschaft.

Zwischen Dhërmi und Himara windet sich die Strasse durch die Berge mit immer wieder schönen Ausblicken aufs Meer.

Himara

Himara: Strand

Himara: Strand

Himara ist das Zentrum der Riviera. Das historische Dorf liegt oben auf einem Hügel. Die »Neustadt« am Strand wird Spile genannt. Die Ortsmitte liegt im nördlichen Teil der Bucht. Entlang des südlichen Teils, durch einen kleinen Felsen getrennt, finden sich vor allem Hotelanlagen.

Trotz kleinem Hafen – oder besser: grösserem Anlegesteg – ist Himara doch primär ein Badeort geblieben. Der Sandstrand zieht sich entlang der ganzen Bucht, dahinter eine neu gestaltete Strandpromenade. In den letzten Jahren sind einige Hotels entstanden, aber noch immer mieten viele Albaner ein einfaches Zimmer. Aktuell ist eine Umfahrungsstrasse im Bau, die den Verkehr und den südlichen Strandteil vom Durchgangsverkehr befreien soll. Im Ortskern entlang des nördlichen Strandstücks finden sich Restaurants und Cafés sowie mehrere Läden. Hier trifft man sich abends, wenn es nach Sonnenuntergang wieder kühler wird, zum «Gjiro»: während des Spaziergangs entlang der Uferpromenade unterhält man sich mit Bekannten, gönnt sich ein Eis oder ein Bier und geniesst den Abend.

Himara: Blick vom Strand zur alten Burg

Blick vom Strand «Livadhi» zur Burg und Alt-Himara

Das historische Erbe Himaras liegt am Berg: Alt-Himara – heute das »Dorf« genannt – thront auf einem Hügel oberhalb der Neustadt. Diese Lage rund zwei Kilometer entfernt von der Küste war früher sicher, als immer wieder Gefahr von Piraten drohte. Heute ist es hier eher etwas verschlafen, da viele Menschen in den letzten Jahrzehnten die Region verlassen haben. Enge Gassen führen durchs Dorf. Zwischenzeitlich wurden schon einige Häuser wieder restauriert, aber vieles ist noch verfallen. Wieder herausgeputzt ist die orthodoxe Kirche mit Klosterbauten. Am Ende des Hügels finden sich die Ruinen der alten Burg von Himara. Die alten Mauern sind vielleicht nicht so speziell, aber die Aussicht auf Himara und Umgebung ist wirklich eindrücklich.

Unterhalb der Burg liegt ein weiterer Strand, »Livadhi« genannt. Abseits von Siedlungen gelegen, bietet er mehr Ruhe auf einer Länge von zwei Kilometern, aber nur kleine Kieselsteine. Vor 15 Jahren noch sehr abgeschieden und beinahe menschenleer, wurden zwischenzeitlich auch hier schon einige mehrstöckige Häuser mit Ferienwohnungen, kleine Hotels und Restaurants gebaut, nachdem der Strand durch eine asphaltierte Strasse erschlossen worden ist. Der Ort ist auch von Himara aus in ca. einer halben Stunde zu Fuss erreichbar. Zu Fuss kann man auch weiter bis nach Jal spazieren.

Himara

Bucht von Himara

Kleinere, abgeschiedene Strände finden sich auch südlich von Himara. Der kleine, gut zugängliche Llamani-Strand ist schon recht komerzialisiert.

Östlich von Himara in den Bergen finden sich noch die beiden Dörfer Pilur und Kudhës. Weit oben am Berg gelegen, geht der Trubel an diesen vorbei. Dafür erhält man hier noch etwas Einblick in ursprüngliches südalbanisches Dorfleben. Ein paar einfache Restaurants mit Grillspezialitäten stehen zur Verfügung, während man die grossartige Aussicht über die ganze Riviera geniesst. Die Albaner nennen Pilur deshalb auch »Balkon von Himara«.

 

Porto Palermo

Festung Porto Palermo

Festung Porto Palermo

Die wohl meistbesuchte historische Sehenswürdigkeit entlang der Küste ist die Festung Porto Palermo wenige Kilometer südlich von Himara. Die Anlage liegt auf einer kleinen Halbinsel in der Mitte der gut geschützten Bucht (siehe auch Bild ganz oben auf dieser Seite). Der Despot Ali Pascha Tepelena liess die Festung zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach einem Vorbild in Italien errichten. Eine Expedition durch die dunklen Gewölbe führt auf das Dach der Festung, die einen schönen Ausblick auf die Buch bietet.

Das Areal inklusive historischer Festung wurde noch von den Kommunisten militärisch genutzt. Sowohl in den Kasematten der Festung wie auch in den Gebäuden am Beginn der Halbinsel finden sich noch reichlich Hinweise. In einem der Militär-Bauten wurde zwischenzeitlich improvisiert ein Kapelle eingerichtet.

Der nördliche Teil der Bucht ist noch immer militärisches Sperrgebiet. Von der Strasse aus gut sichtbar ist der Tunnel, in denen früher die U-Boote der albanischen Marine untergebracht waren – ein riesiger Bunker. Das Gelände kann leider nicht besichtigt werden.

Die Bucht ist ein beliebter Tauchplatz.

Borsh und Qeparo

Qeparo: Strand

Strand von Qeparo

Südlich von Porto Palermo folgen zwei weitere Buchten, in denen kleine Ebenen etwas flaches Gelände bieten. Und Strände hat es da auch. In den letzten Jahren haben sich diese Dörfer auch allmählich touristisch entwickelt. Von Norden kommend erreicht man zuerst Qeparo, das aber noch etwas ruhiger ist als Borsh hinter dem nächsten Hügelzug.

Qeparos Umgebung fällt besonders durch die vielen Olivenbäume auf. Einen Halt wert ist die Produktionsstätte für Oliveöl im Dorfzentrum – ein schönes Souvenir. Wie in Himara hat sich auch hier über die Jahrzehnte der Mittelpunkt des Dorfes verlagert: Das alte Dorf liegt am Berg, das Zentrum ist jetzt am Fusse des Berges, während sich seit einigen Jahren vor allem an der Küste entwickelt – jetzt sogar mit attraktiver Fussgängerzone entlang des schmalen Strands, wo überall frische Quellen austreten. Beliebtes Fotomotiv ist eine Gruppe von Bunkern am westlichen Ende des Strandes, die farbenfroh bemalt worden sind.

Alt-Qeparo ist über eine schmale und steile Strasse zu erreichen, die am östlichen Ende in einer Kurve abgeht. Das Dorf auf 450 Meter Höhe ist praktisch ausgestorben, bietet aber eine eindrückliche Substanz alter Gebäude und eine Kirche. Etwas nördlich liegen die Ruinen der alten Burganlage. Natürlich wird man auch hier mit einer prächtigen Aussicht belohnt.

Borsh: Strand

Strand und Ebene von Borsh

Die Ebene von Borsh ist noch etwas grösser als die von Qeparo. Der Strand ist breit und mehrere Kilometer lang. Auch hier finden sich – besonders im südlichen Bereich der Bucht – mehrere Hotels. Das Dorf am Hangfuss, deutlich von der Küste zurückgesetzt, ist vor allem bekannt für seine Gaststätte »Ujëvara«. Oberhalb des Restaurants entspringen zahlreiche Quellen, das Wasser fliesst in Kaskaden durch den von Bäumen beschatteten Garten und dann als starker Bach unter dem Restaurant hindurch dem Meer entgegen.

Bei Borsh zweigt eine Strasse ab, die über einen 600 Meter hohen Pass ins Tal der Shushica hinter dem Ceraunischen Gebirge führt. Diese unasphaltierte Route ist ein beliebter Abstecher für 4×4-Fahrer. Nicht ganz anderthalb Kilometer nach der Abzweigung im Dorf erreicht man die Burg von Borsh – auch Sopot genannt. Hier können noch ein paar alte Mauern besichtigt werden. Nebst der Burg sind noch zerstörte Wohnhäuser und eine alte Moschee zu sehen. Und wiederum gibt es ein prächtiges Panorama mit Meer und Bergen zu bewundern. Der Aufstieg zum 300 Meter hohen Hügel dauert rund eine halbe Stunde.

Südlicher Abschnitt: Lukova & Kakome

Strand von Bunec

Strand von Bunec

Im weiteren Abschnitt nach Süden windet sich die Strasse schnell wieder den Berg hoch und passiert die nächsten Dörfer, die hoch überm Wasser liegen: Zuerst Piqeras mit einer weiteren Marienkirche hoch überm Dorf.

Touristisch eher unterschätzt wird wohl Lukova – im alten Dorfteil unterhalb der Strasse und des Dorfplatzes hat es wiederum ein paar hübsche Gassen mit Kopfsteinpflaster, die sich zwischen den alten Häusern durchwinden.

Unterhalb von Lukova gibt es mehrere Sträden, die zum Teil nur zu Fuss oder mit geländegängigem Wagen zu erreichen sind. Ein recht beliebter Strand ist derjenige von Bunec zwischen Piqeras und Lukova. Die grossen Bunker sind zwischenzeitlich aber abgetragen worden.

Ein weiterer bekannter Strand liegt in der Bucht von Kakome südwestlich von Nivica. Hier wollte der ClubMed mal ein Ressort bauen – gab aber den Kampf gegen ungeklärte Besitzrechte und den Widerstand der Dorfbewohner auf. Das Gelände ist wohl immer noch abgesperrt, weshalb eine Besichtigung auch des lokalen Marienklosters und der nördlichen Nachbarbucht Krorëza mit Kirche nicht ganz einfach ist und nicht unbedingt gern gesehen wird.

Strände

Jal

Bucht von Jal im Hochsommer

Die wenigsten Strände an der Albanischen Riviera sind wirkliche Sandstrände. Die grösse der Steine variiert zwischen feinem Kies und groberen, kleinen Steinen. Nicht nur empfindliche Füsse haben gerne Strandschuhe an.

In der Hochsaison sind die meisten Strände stark belebt. Auf einigen kleinen Abschnitten wird es schon fast ungemütlich, während die Massen sich auf den grösseren meist gut verteilen. Je abgeschiedener und schwieriger zu erreichen ein Strand ist, desto ruhiger. An fast allen Stränden gibt es Strandbars, die auch Liegestühle und Sonnenschirme vermieten.

Ausführliche Beschreibung der Strände

An den meisten Stränden werden Jetski- und Bootsfahrten angeboten. Für 50 bis 100 Euro wird man auch per Motorboot zu abgelegenen Stränden gebracht und wieder abgeholt.

Sportliche Aktivitäten

Paraglider in Drymades

Paraglider in Drymades

Neben Wassersport – siehe oben – gibt es auch Möglichkeiten, die Region zu Fuss oder per Rad zu erkunden. Diverse Routen sind signalisiert. In den Hochsommermonaten ist es aber nicht nur extrem heiss. Die vielen Touristen in der Region bevölkern natürlich auch die Strassen und Wege.

Wanderwege an der Albanischen Riviera
Bike-Touren an der Albanischen Riviera

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Flug mit dem Gleitschirm – Tandemflüge werden im Sommer täglich angeboten, wenn es die Wetterbedingungen zulassen. Unterhalb des Llogara-Passes gibt es einen beliebten Startplatz, gelandet wird meist am Strand von Drymades, wo man auch die Flüge buchen kann.

Ausflüge

Von der Albanischen Riviera lässt sich problemlos auch die Umgebung von Saranda erkundigen. Dank der zwischenzeitlich guten Strassen wäre auch ein Ausflug nach Norden in die Region von Vlora denkbar. Man muss also nicht den ganzen Urlaub am Strand verbringen.

Verkehr

Anreise

  • Hinweisschild auf Busverbindung Himara–Tirana (2010)

    Hinweisschild auf Busverbindung Himara–Tirana (2010)

    Auto – Die Fahrt entlang der Albanischen Riviera ist oft atemberaubend schön: Immer wieder hat man von weit oben einen sensationellen Blick über die Küste und das türkisblaue Meer. Da es sich um eine Bergstrasse handelt, ist die Strecke kurven- und höhenmeterreich und braucht entsprechend Zeit – die Strasse wurde aber mehrheitlich gut ausgebaut.
    In Vlora einfach der Küstenstrasse nach Süden folgen, die dann direkt über den Llogara-Pass zur Riviera führt. In Saranda geht die Strasse zur Riviera etwas östlich vom Städtchen nach dem ersten Hügelzug in einer Kurve ab. Die Route durchs Hinterland von Vlora und das Shushica-Tal über Kuç nach Borsh setzt ein Offroad-Fahrzeug voraus.

  • Busse – Entlang der Albanischen Riviera fahren regelmässig Busse und Minibusse – im Sommer zum Teil sehr zahlreich, im Winterhalbjahr manchmal nur noch ein, zwei Mal pro Tag. Busse von Tirana fahren am frühen Morgen. Abfahrtsort in Tirana ist im Busdepot für den Süden (Rruga Kavajës 500 Meter über den inneren Ring folgen, dann links). Abfahrtsort in Vlora ist beim zentralen Busbahnhof bei Moschee und Unabhängigkeitsdenkmal.
    Busfahrten sind wegen der zahlreichen Kurven eher etwas strapaziös – bei Minibussen kommt es stark auf den Fahrstil des Chauffeurs an.
  • Schiff – Die nächsten internationalen Häfen sind Vlora und Saranda. Im Sommer soll es ab und zu auch Fährverbindungen mit Ionian Cruises von Korfu bis Himara geben.
    Finikas Lines bietet Ausflüge mit dem Boot an die Albanische Riviera an.
  • Flugzeug – Die nächsten Flughäfen liegen in Tirana und Korfu. Die Weiterreise ab Flughafen dauert also mehrere Stunden. Nach Korfu gibt es zum Teil günstige Charter-Flüge. Von dort verkehren täglich Fähren nach Saranda.

Weiterreise

  • Touristischer Wegweise an der Albanischen Riviera

    Touristischer Wegweiser an der südlichen Zufahrt

    Auto – Heute sind auch schon zahlreiche Abstecher von der Hauptstrasse zu Stränden etc. asphaltiert. Für nicht-geländegängige Fahrzeuge stehen aber nur die oben beschriebenen Anfahrten von Vlora über den Llogara-Pass und von Saranda zur Weiterreise zur Verfügung.
    Um die Küste mit den vielen Dörfern und zum Teil abgelegenen Stränden erkunden zu können, ist es recht praktisch, einen eigenen Wagen zu haben. In Himara werden zum Teil auch eintägige und halbtägige Jeep-Touren angeboten.

  • Busse & Sammeltaxis – Es verkehren Busse von Himara nach Vlora, Saranda und Tirana. Die Busse nach Tirana verlassen Himara meist am sehr frühen Morgen (siehe Bild oben). Zustieg zwischendurch ist in der Regel möglich. Für kürzere Strecken – zum Beispiel von einem Dorf zum nächsten – empfehlen sich eher Furgons.
  • Schiff – Die Fährverbindung von Himara nach Korfu sollte zumindest im Sommer durch Ionian Cruises wieder regelmässig angeboten werden – Änderungen vorbehalten.

 

Essen & Trinken & Schlafen

Entlang der ganzen Küste gibt es zwischenzeitlich ein reichhaltiges Angebot an Unterkünften, das jedes Jahr erweitert wird. Im Hochsommer ist aber vieles ausgebucht. Es gibt zum Teil auch Zimmer zu mieten (Hinweisschilder »Dhoma me qera« oder »Dhoma plazhi«).

Das kulinarische Angebot ist etwas einfacher – aber auch die kleinen Strandbars bieten meist ordentliche Verpflegung.

Während der Hochsaison gibt es – vor allem in Himara und an den Stränden nördlich davon – auch zahlreiche Bars und Discos, die die feiernde Massen bis tief in die Nacht hinein unterhalten.

Im Winterhalbjahr wird es an der Küste sehr ruhig. Länden schliessen zum Teil auch schon anfangs September, und jeden Tag folgen mehr. Viele Dörfer sind in den Wintermonaten fast ausgestorben, auch Läden, Hotels und Restaurants sind dann dort kaum mehr zu finden.

Wetter

Die Riviera wird in der Regel ihrem Namen gerecht und bietet viel Sonnenschein. Nicht nur im Hochsommer sind Temperaturen von Luft und Wasser angenehm. Aber wie überall am Meer kann natürlich schon einmal ein Sturm aufziehen – und am Llogara-Pass fällt im Winter gerne auch mal Schnee.

Nützlich

>> Himara.eu
>>The Ultimate Guide to a Budget Beach Holiday in Albania

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5 thoughts on “Albanische Riviera

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